24. Apr 2012
Verfasser: Das Team In: Konzerte

© carlos castilla - Fotolia.com
Vier Jahre hat die Band Gravenhurst, bestehend aus dem Sänger Nick Talbot, dem Gitarristen Alex Ailkins und dem Basser Robin Allender, auf sich warten lassen. Doch nun ist es soweit. In Kürze kommt die neue Platte „The Ghost in Daylight“ nun endlich auf den Markt.
Die Briten aus Bristol, die einen Mix aus Folk und Rock präsentieren, bleiben sich selbst überaus treu. Noch immer umspielt sie eine Melancholie, bestehend aus tiefen Gefühlen und einer Portion Weltschmerz. Doch auch diesmal hat man nicht das Gefühl, dass sich Gravenhurst selbst bemitleidet. Sie scheinen lediglich eine Verbindung zum Schwermut zu besitzen.
Hört man sich den Key Track „The Prize“ an, befindet man sich alleine aufgrund der Klänge in einer anderen Welt. Was man zu hören bekommt – Akustikgitarre und wirkungsvolle Klangbilder. Nicht zu anstrengend, aber auch nicht seicht und plump – das macht den Erfolg der Band aus.
Gravenhurst nimmt den Hörer auf eine Reise durch die Phantasiewelt mit.
Ihre Lyrik als auch die Klänge machen dem Hörer bewusst, dass er loslassen soll. Er soll sich aus seinem Alltag lösen und versuchen sich selbst zu erforschen.
Ein sympathischer Gedanke, wenn man bedenkt, dass die Musikwelt mittlerweile von platten Popklängen bestimmt wird, die nichts zu sagen haben, außer „Kauf mich und mach mich reich“. Dieses Gefühl wird man bei Talbot, dem Arrangeur der Band, nicht bekommen. Jede Melodie, jede Textzeile befasst sich mit dem Leben und den Gefühlen. Trotz alledem muss dazu gesagt werden, ist Gravenhurst keinesfalls depressive Musik für Teenie-Emos. Sie präsentieren Musik für
erwachsene Menschen, die an Depeche Mode oder manchmal tatsächlich auch an Simon & Garfunkel erinnert. Doch am Ende steht Gravenhurst für sich selbst und befreit sich von jeglichen Vergleichen – Fazit: einfach gut.

panthermedia.net/Michael Reicke
Die Band Kettcar ist wieder auf Tour. Den Anfang bildete Saarbrücken und über mehrere Umwege landete die Band schließlich auch in Hamburg. Gleich drei Konzerte spielte die Band. Zweimal in der ausverkauften Großen Freiheit und eins auf Kampnagel. Da alle Konzerte im Hamburger Raum ausverkauft waren, organisierte die Band noch ein viertes Konzert auf Kampnagel am Nachmittag, zu dem die ersten tausend Besucher freien Eintritt erhielten, damit schlug die Band den Schwarzmarkthändlern ein gehöriges Schnippchen.
Hamburg und Kettcar, das ist eine alte Liebe, die nie zu rosten scheint. Bei ihrer letzten Tournee zu ihrem Album „Sylt“ spielte die Band gleich acht Mal in Hamburgs ausverkauften Hallen. Vier Jahre später hat das Quintett nun das vierte Album veröffentlich, „Zwischen den Runden“. Das neue Album ist erwachsener und auch die Konzerte unterscheiden sich von den vorherigen. Statt auf fetten E-Gitarren Sound setzt die Band wieder auf die alte Akustik- Gitarre. Auch die Songs haben sich verändert. Sie sind komplexer geworden und tiefsinniger. Die Band ähnelt mehr Elemt of Crime. Das Publikum verhält sich dementsprechend auch etwas verhaltener als sonst. Die Songs laden mehr zum Nachdenken als zum Tanzen ein. Viele Streicher, Bläser und ein Keyboard runden den neuen Sound ab.
Doch zum Ende der Konzerte hin bleiben sich Kettcar treu und das Publikum atmet erleichtert auf, als die Klassiker „Schrilles, buntes Hamburg“ und „Landungsbrücken raus“ ertönen. Bei dem Song „Im Taxi weinen“ erhebt sich in Hamburg der Publikumschor und verwandelt die Halle in einen atmosphärischen Ort. Man wünscht sich nach dem Konzert mehr Bands wie Kettcar mit ebenso schlauen Texten. Denn dann wäre die Musikwelt mit Sicherheit noch ein ganzes Stück reicher.
14. Feb 2012
Verfasser: Das Team In: Metal

Rock © Giovanni M. Tamponi - Fotolia.com
Wer vereint Metal, Sex und Humor in einer unterhaltsamen und mitreißenden Show? Genau, die Rede ist vom Metal-Star
Van Halen. Der ist mal wieder mit einem neuen Album am Start. “A different kind of truth” nennt sich der Long-Player, der bereits beim Major Universal Music erschienen ist.
Bei seinen Auftritten ist Van Halen stets prächtig gelaunt und mit einem ironischen Augenzwinkern unterwegs. Das ist nicht nur Rock’n'Roll, sondern Rock’n'Comedy: Manchmal ritt der Sänger auf einem Surfbrett über sein Publikum hinweg quer durch den Konzertsaal, oder aber er tänzelt durch einen auf der Bühne aufgebauten Boxring wie ein viel zu stark aufgezogenes Aufzieh-Männchen. Man spürt in der Präsenz, dem Auftreten, dem Gesang, Gitarren-Spiel und auch den Texten von Van Halen seine US-amerikanische, sonnenverwöhnte Heimat Kalifornien.
Durch den Abgang von zwei Musikern, Roth und Sammy Hagar, verlor die Band Van Halens zunächst viel von ihrer Originalität und Spielfreude. Dann ging es nach Las Vegas mit einer Casino-Show-Truppe – auch ein Rock-Star muss ja schließlich schauen, wo er bleibt. Seit 2007 ist er wieder richtig als Van Halen unterwegs, nun folgte erstmals ein neues Album. “A different kind of truth” versammelt dabei hauptsächlich unveröffentliche Songs und B-Seiten aus den Siebzigern und benutzt bekannten Elemente aus alten Songs, um daraus neue Songs zu formen. Und das klingt alles erheblich besser, als man es von Rockern, die langsam ins Renten-Alter kommen, erwarten kann.
Natürlich sind die Groupies und Hardcore-Fans Van Halens alles andere als zufrieden mit einem Werk, das sich als neues Studio-Album anpreist und dabei nichts weiter als eine wieder warmgemachte Suppe aus längst bekannten Elementen ist. Doch: Es rockt und macht ordentlich Spaß, und wenn dieses Album dazu führt, dass sich Van Halen abermals quer über die Bühnen dieser Welt rockt, ist doch alles im Lot. Oder etwa nicht?
Werbung in Deutschland hat eine lange und erfolgreiche Geschichte. Vom klassischen Werbeträger des glattrasierten Bubis mit makellosem Lächeln bis hin zum kauzigen Sympathieträger wie Dirk Nowitzki lässt sich in der Moderne jedoch immer wieder eine Konstante ableiten : gute Werbung braucht gute musikalische Untermalung.
Dass besonders Telefonanbieter ein gutes Gespür für neue Musik beweisen, scheint hierbei kein Zufall zu sein. Eine ganz besonders gute Wahl hat Vodafone in seinem neuen Spot bewiesen und die australische Band Gypsy & The Cat unter Vertrag genommen.
Das Duo um die ehemaligen Melbourner Djs Xavier Bacash und Lionel Towers startete bereits 2010 mit ihrer Debüt-Single „Gilgamesh“ insbesondere in Australien durch, das ja nicht zuletzt für seine Liebe zu Indie-Pop über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. So konnten die beiden Aussies als Vorband in Kylie Minogues Aphrodite Tour mit ihrem durch die 80er Jahre beeinflussten Sound brillieren, der besonders in Tracks wie “Jona Vark” zum Tragen kommt. Weiterer Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und bald war der Name Gypsy & The Cat in aller Munde, und das weit über die Grenzen des Kontinents.
Der Mobilfunk- und Handyanbieter Vodafone dürfte sich über den internationalen Erfolg der Band zweifelsohne freuen, sichert er doch auch der Markenkampagne des Telekommunikationsriesen beträchtliche Aufmerksamkeit. Nach Ragnar Solbergs “Heroes” und dem Hit “Way Back Home“ vom französischen Pop-Wunder Bag Raiders hat der Telefonanbieter ein weiteres Mal musikalisch ins Schwarze getroffen. Dass ausgerechnet wieder eine australische Band im Fokus steht, darf man hierbei nicht vergessen. Schließlich war es Vodafone, das die damals noch in Deutschland recht unbekannten Empire Of The Sun mit ihrem Song „We Are The People“ dem Zuschauer präsentierte.

Reykjavik © jerome Dillard - Fotolia.com
Erstaunlich das wir erst jetzt etwas von der isländischen Band Dikta hören – machen diese doch bereits seit 1999 zusammen wirklich gute Indie-Pop Musik. Sicher liegt es daran, dass die Band ihr erstes Album Andartak noch komplett in isländisch aufnahm.
Denkt man als Nicht-Kenner von Dikta bei Island sofort an Björk und ihren mystischen Sound, kann hier nur gewarnt werden vor der “Island-Schublade”. Dikta gehören definitiv nicht dort hinein.
Die vier Bandmitgleider sind bereits seit ihrer Kindheit befreundet und erreichten beim isländischen Musikwettbewerb “Músíktilraunir” das Finale. Für ihre Karriere bedeutete dies einen ordentlichen Sprung nach vorn. Dikta sind inzwischen bei Festivals in England, Dänemark und in der Heimat Island aufgetreten und haben sich sogar einen Namen beim berühmten “Rolling Stones” Magazine ergattert. Eine der Singles aus ihrem isländischen Debütalbum erreichte sogar den ersten Platz der islämdischen Singlecharts.
Nach dem ersten Album folgte 2005 Hunting for Happiness. Produziert wurde es von keinem geringeren als Ace, dem Gitarristen der Band Skunk Anansie. Eines haben Sie mit Björk auf dieser Platte dann doch gemeinsam – Gabríela Friðriksdóttir zeichnete das Album Artwork und hat vorher auch schon mit Björk zusammengearbeitet. Ihre Texte haben sie hier zum ersten mal komplett in Englisch aufgenommen und die Platte wurde nun auch in Dänemark (2006) und Großbritannien veröffentlicht (2007). Nach der Veröffentlichung konnte es nun endlich auch mit dem internationalen Erfolg losgehen. Ihr drittes Werk hat ihnen dabei noch einmal einen ordentlichen Schub gegeben. Get it togehther hatte seinen internationalen Releasetermin 2011 und hat die vier Jungs nun auch in Deutschland bekannt gemacht.
Haukur, Jón, Jón und Skúli verbinden in ihrem dritten Album kraftvolle Medlodien mit Schwermut und Pathos. 13 Titel – eine Mischung aus Gitarrenmusik, Bass, Schlagzeug und einer ausdrucksstarken Stimme, macht den Sound des Drittlings zu einer runden Sache. Kritiker vergleichen die Isländer unter anderem auch mit Coldplay, Muse und Snow Patrol.
Wer die Indie-Pop-Band noch nicht kennt, sollte dies nachholen – auch wenn ihre Musik an einigen Stellen vielleicht noch ein paar Ecken und Kanten verdient, schaffen sie es ein paar neue und vor allem andere Töne in die “Island-Schublade” zu tun.
Portugal The Man. Dieser seltsam anmutende Name gehört zu Alaskas angesagtestem Musikexport. Die Indie-Rock-Band fand sich 2004 in Wassilla, einem kalten, einsamen Ort zusammen. Auf Atlantic Records ist nun ihr neues Album “In the Mountain in the Cloud” erschienen. Es ist die erste Produktion, die die Band auf einem Major Label veröffentlicht.
Der Wechsel ermöglicht ihnen einen aufwendigen Videodreh zu der Single “Sleep Forever”. Das Ergebnis ist ein 13-minütiger Kurzfilm, voller versteckter Botschaften, der in der eisigen Landschaft ihrer Heimat spielt und perfekt mit der melancholischen Stimme des Frontsängers John Gourley harmoniert. Der Sound hat nicht mehr viel mit Postcore, oder gar Hardcore zu tun, dem Genre aus dessen Dunstkreis sich die Band einst zusammenfand. Die Bandmitglieder John Gourley und Zach Carothers, die bekanntlich Mitglieder der Hardcore-Punk Band Anatomy of a Ghost waren, haben die Stilrichtung so offensichtlich gewechselt, dass man das neue Album getrost als musikalische Neuerfindung bezeichnen kann.
Psychedlische Elemente, Gitarrenriffs, die direkt aus den 70er stammen könnten und ein Hauch Bowie, sorgen für einen verspielten Sound, der ganz von der mystischen Stimme Gourleys getragen wird. Gehässige Stimmen werden Parallelen zu The Antlers ziehen, der Individualität des neuen Albums würde das aber in keinem Falle gerecht.
Freunde melancholischer Musik, die durch ihre Schwermütigkeit eher zum Träumen als zum Selbstmord animiert, sind hier genau richtig. Denn trotz der offensichtlichen Traurigkeit die Songs wie “Sleep Forever” anhaften, ist da immer noch die Sehnsucht und das Fernweh. Man kann sich die Kulisse der Eislandschaften Alaskas bildlich vor dem inneren Auge vorstellen.
Definitiv das richtige Album, dass einen den tristen, regnerischen Winter in der deutschen Einöde, die manchmal gefühlstechnisch kälter ist als Alaska, vergessen zu lassen.
25. Nov 2011
Verfasser: Das Team In: Metal
Die Band Metallica dürfte jedem ein Begriff sein. Selbst denjenigen welche eigentlich gar kein Metal hören und viel sanftere Töne anschlagen. Jedoch ist der Name so bekannt, da er zum einen sehr leicht einzuprägen ist und zum anderen auch einer Band gehört welche mit Liedern wie “Nothing Else Matters” kommerzielle Erfolge feiern und somit größere Bekanntheit erlangen konnten.
Den Sänger Dave Mustaine dürften dagegen nur eingefleischte Metallica Fans kennen. Dieser ist Sänger, Gitarrist und Songwriter. Doch was der mit Metallica zu tun? Eigentlich ganz einfach. Denn Mustaine war ein Gründungsmitglied Metallicas. So stand er damals 1982 beim allerersten Metallica-Gig mit diesen auf der Bühne. Den eingefleischten Fans ist er nur deswegen bekannt, da er schon ein Jahr später wieder gefeuert wurde und somit kaum Bestandteil der Bandgeschichte ist. Jedoch gründete der Rotschopf eine andere auch erfolgreiche Metal-Band. Dabei handelt es sich um die Band “Megadeth” welche 1985 ihr erstes Album aufnahm.
Charakterisieren für Megadeth dürfte sein, dass die Besetzung ständig wechselte und man sich somit vor allem nur Dave Mustaines Namen merken musste. Nicht selten geschah es, dass sogar während einer Tour der Bassist oder der Drummer ausgetauscht wurden.
Die Band war recht erfolgreich und konnte vor allem Ende der 80er Metallica die Stirn bieten. In den 90er gab es dann ein großes Tief, da die Band versuchte kommerzieller zu werden und somit sanftere Musik zu spielen. Letztendlich trennte sich die Band 2002.
Überraschenderweise fand sich die Band dann 2004 wieder neu zusammen um weitere Alben aufzunehmen. Davon konnten einige recht beachtliche Erfolge aufweisen. Das letzte Album wurde nun im Oktober 2011 produziert und man darf gespannt sein welche Töne es diesmal anschlägt.
23. Nov 2011
Verfasser: Das Team In: Metal
Auf Musikfestivals oder Konzerten, wo Rockmusik gespielt wird, geht es bekanntermaßen sehr “rockig” zu. Wie immer die Definition auch aussehen mag, sieht man auf den Bühnen gerne den ein oder anderen Musiker sich beherzt in den Schritt greifen oder aber vor Schweiß triefend seine Gitarre auf dem Boden zu zertreten. Beim Metal geht es noch einen Schritt weiter und findet seinen Höhepunkt in durchgeschwitzen Männern – und mittlerweile auch Frauenkörper –, die ihre Haare offen durch den Raum wedeln lassen und fleißig mitbrüllen. Dabei gilt besonders Iron Maiden als Vorbild einer faszinierten Generation. Dabei kennst sie wohl jeder, der schon einmal in den Kontakt dieser Musik gekommen ist und dabei muss man nicht vor 1975 geboren sein – Iron Maiden ist eine Legende.
Damals wollte der 15-jährige Steve Harris seine Karriere als Fußballer nach vorne bringen. Leidenschaftlich trat er gegen den Ball und war allerdings auch so ein begabter Junge. Er schuf sich seinen ersten Bass an und war von da an nicht mehr davon los zu bekommen. Erst geht er zu einer Band, die auf den Namen Influence hört, sich später dann Gypsys’s Kiss nennen. Sie schmeißen ihn vor die Tür, er gründet seine eigene Band, die seit 1975 einen Namen behalten sollte: Iron Maiden. Auch wenn die Bandkonstellation ab und an wechselte, etablierte sich die Band nach einigen Höhen und Tiefen. Damals standen die Genres Punk und New Wave besonders in der Gunst der Zuhörer, von Metal wollte man noch nicht viel wissen und so konnte man auch nicht all zu oft auftreten. Die Band wird immer besser und spielte im legendären Marquee Club in London, bis dann ein Talentsucher von EMI die Band unter Vertrag nimmt.
22. Nov 2011
Verfasser: Das Team In: Metal

Viele Heavy-Metal Fans werden derzeit unruhig bei sich zu Hause sitzen und den 25.11.2011 kaum abwarten können. Denn dann startet der Ticketverkauf des einzigen Deutschlandkonzert von “Black Sabbath” in Dortmund. Wie? Was? Black Sabbath? Aber doch nicht in Originalbesetzung? Oh doch! Es haben sich die vier Bandmitglieder Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward zusammengefunden um ein neues Album aufzunehmen und eine gigantische Welttournee zu starten.
Das letzte Album von Black Sabbath ist aus dem Jahr 1978 und liegt somit schon stolze 33 Jahre zurück. Wie passend, dass zu dieser Schnapszahl die Mitglieder auch noch am 11.11.11 auf einer Pressekonferenz bekanntgaben, sich wieder als Band zu formieren und eben besagtes Album und Tour zu starten.
Black Sabbath gelten als Gründungsväter des Heavy Metals schlechthin und haben damals das Paradigma der Rock-Musik gehörig durcheinander geworfen. So feierten sie vor allem mit ihren ersten beiden Alben “Black Sabbath” und “paranoid” unglaubliche Erfolge und sind unter anderem deswegen in der “Hall of Fame” des Rocks wiederzufinden. Natürlich haben auch ihre Verkaufszahlen von über 70 Millionen verkauften Alben dazu beigetragen und die Grammy-Auszeichnung war dabei sicherlich auch mehr förderlich als Hindernis.
Den ersten Auftritt ihrer geplanten Welttournee werden sie dabei in England haben und treten als Headliner des des Mega Festivals “Download Festivals” auf. Am 4. Juni 2012 ist dann das für deutsche Fans heißersehnte Dortmundkonzert in der Westfalenhalle. Das Album welches gerade produziert wird soll im September 2012 erscheinen und ist noch absolut Top-Secret, da die Band keine Informationen in diese Richtung durchsickern lässt. Fest steht auf jeden Fall, dass es immerhin das 9te Album der Band sein wird und das kaum eine andere Band von sich behaupten kann zwischen zwei Alben einen Zeitraum von 33 Jahren verstreichen lassen zu haben.
18. Nov 2011
Verfasser: Das Team In: Rock

Lou Reed hat sich mit der Band Metallica zusammengetan und das Projekt “Lulu” gestartet. Der Name Lulu bezieht sich auf das gleichnamige Drama von Frank Wedekind. Das hat einige Fans der Heavy-Metal-Band erstaunt bis erzürnt. Denn die Musik ist ganz anders, als Metallica-Fans gewohnt sind. Die Lieder sind oft langsam, haben klassische Strukturen und Lou Reeds monotoner Sprechgesang legt sich über die Töne. Der Schlagzeuger von Metallica, Lars Ulrich, ist sich durchaus bewusst, dass das Werk teilweise schwer verdaulich und schwierig anzuhören ist. Er meint, dass es deswegen auch für sie selbst schwer sei, die Stücke zu spielen. So soll der, seinerseits schwer verdauliche Stoff der Tragödie “Lulu” wiedergegeben werden. In dem Drama geht es um das Straßenmädchen Lulu, die sich als eine Art Femme Fatale durchschlägt und verschiedene Berziehungen zu Männern hat und letztendlich von Jack The Ripper getötet wird. Die Musiker fanden, dass die Erzählung immer noch sehr aktuell sei. Reed erklärt das Drama so, dass Lulu einfach nur Spaß haben wolle, die Männer das aber nicht aushielten. Reed hatte die eingespielten Stücke eigentlich für eine Inszenierung am Berliner Ensemble geschrieben. Das Thema ist für den Rockpoeten nichts Neues, schon 1973 hatte er auf seinem Album “Berlin” über Drogenopfer und die Liebe unter ihnen gesungen.
Die Musiker hatten sich 2009 bei einem Konzert kennen gelernt und sich dann zu diesem Projekt entschieden. Beide Seiten waren ganz begeistert von dieser Idee und fühlen sich bereichert durch diese, eher außergewöhnliche Erfahrung. Lou Reed meinte, die Jungs von Metallica seien die Brüder, die er immer gesucht habe, es gäbe also niemanden, mit dem das Projekt besser funktioniert hätte.