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Erstaunlich das wir erst jetzt etwas von der isländischen Band Dikta hören – machen diese doch bereits seit 1999 zusammen wirklich gute Indie-Pop Musik. Sicher liegt es daran, dass die Band ihr erstes Album Andartak noch komplett in isländisch aufnahm.
Denkt man als Nicht-Kenner von Dikta bei Island sofort an Björk und ihren mystischen Sound, kann hier nur gewarnt werden vor der “Island-Schublade”. Dikta gehören definitiv nicht dort hinein.
Die vier Bandmitgleider sind bereits seit ihrer Kindheit befreundet und erreichten beim isländischen Musikwettbewerb “Músíktilraunir” das Finale. Für ihre Karriere bedeutete dies einen ordentlichen Sprung nach vorn. Dikta sind inzwischen bei Festivals in England, Dänemark und in der Heimat Island aufgetreten und haben sich sogar einen Namen beim berühmten “Rolling Stones” Magazine ergattert. Eine der Singles aus ihrem isländischen Debütalbum erreichte sogar den ersten Platz der islämdischen Singlecharts.
Nach dem ersten Album folgte 2005 Hunting for Happiness. Produziert wurde es von keinem geringeren als Ace, dem Gitarristen der Band Skunk Anansie. Eines haben Sie mit Björk auf dieser Platte dann doch gemeinsam – Gabríela Friðriksdóttir zeichnete das Album Artwork und hat vorher auch schon mit Björk zusammengearbeitet. Ihre Texte haben sie hier zum ersten mal komplett in Englisch aufgenommen und die Platte wurde nun auch in Dänemark (2006) und Großbritannien veröffentlicht (2007). Nach der Veröffentlichung konnte es nun endlich auch mit dem internationalen Erfolg losgehen. Ihr drittes Werk hat ihnen dabei noch einmal einen ordentlichen Schub gegeben. Get it togehther hatte seinen internationalen Releasetermin 2011 und hat die vier Jungs nun auch in Deutschland bekannt gemacht.
Haukur, Jón, Jón und Skúli verbinden in ihrem dritten Album kraftvolle Medlodien mit Schwermut und Pathos. 13 Titel – eine Mischung aus Gitarrenmusik, Bass, Schlagzeug und einer ausdrucksstarken Stimme, macht den Sound des Drittlings zu einer runden Sache. Kritiker vergleichen die Isländer unter anderem auch mit Coldplay, Muse und Snow Patrol.
Wer die Indie-Pop-Band noch nicht kennt, sollte dies nachholen – auch wenn ihre Musik an einigen Stellen vielleicht noch ein paar Ecken und Kanten verdient, schaffen sie es ein paar neue und vor allem andere Töne in die “Island-Schublade” zu tun.