07. Nov 2011

Neues Album von Feist

Verfasser: Das Team In: Independent

© jehafo - Fotolia.com

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Leslie Feist ist zurück und hat ihr neues Album mit dem Namen “Metals” veröffentlicht. Und sie hat es geschafft, dort anzuknüpfen, wo sie aufgehört hat. Mit Musik, die alles und jeden in ihren Bann zieht, mit einer Stimme, die einem ein wohltuendes Gefühl bereitet und man nie wieder vergessen kann. Wer sich aber im Bereich des Indie-Pop nicht auskennt, wird sich wohl fragen, wer Leslie Feist eigentlich ist?

Die kanadische Sängerin, Gitarristin und hervorragende Songwriterin tritt zumeist nur unter dem Namen “Feist” auf und ist keinesfalls neu im Musikgeschäft. Vielmehr ist sie in der kurzlebigen Welt der Musikindustrie ein “altes Häschen”, was wohl ihr nunmehr viertes Studioalbum unter Beweis stellt. Angefangen mit Punk-Rock-Musik, die ihr fast die Stimme kostete, wurde sie schnell ruhiger, sanfter und emotionaler. So richtig bekannt wurde sie mit ihrem Song “1234″, den die Firma Apple in die Werbung des neuen iPod nano integrierte. Danach schnellten die Verkaufzahlen ihrer Musik in die Höhe. Ihr Album “The Reminder” wurde ihr größter Erfolg. Es folgten jede Menge Auftritte bei Festivals, eigene Konzerte und eine vierfache Grammy-Nomminierung. Doch Erfolg im Musikbusiness fordert in der Regel seinen Tribut und so musste auch Feist erkennen, dass der Erfolg auch Schattenseiten hat.

Nach einer zweijährigen Pause und vier Jahre nach “The Reminder” ist die mit “Metals” wieder da und beweist damit, dass eine Auszeit nicht schadet, im Gegenteil sogar manchmal der einzig richtige Weg ist. Die neuen Songs sind so emotional, sanft und so gefühlvoll gesungen, dass man die Welt um sich herum vergessen kann. Sie lässt einem alles in Zeitlupe wahrzunehmen und bringt einem weg von der harten Realität. Ob das gewollt ist, kann man nicht sagen. Sie ist nun mal so, wie sie ist. Ihr Musik kommt aus dem Bauch heraus, sie singt, wie sie fühlt. Auch wenn Kritiker die neuen Songs als zu schwer, zu melancholisch bezeichnen, bleibt es doch sehr authentisch und man nimmt ihr jeden ihrer Songs als ihr eigenes Gefühl ab, das sie versucht, mit allen anderen zu teilen. Eine Art emotionale Offenbarung, die zugleich sehr intim wirkt.

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03. Nov 2011

Die Oasisbrüder: Noel 1 : O Liam

Verfasser: Das Team In: Rock

Nach der Trennung von Oasis, wollte Noel Gallagher auf keinen Fall auf der faulen Haut liegen, sondern hegte Ambitionen für Soloprojekte. Mit seinem ersten Album “High flying birds” überzeugt Gallagher deutlicher als erwartet. 

Wie bei den meisten Künstlern, die zum einen auf den höchsten Wolken des Erfolgs schwammen zum anderen die Liebe zur Musik treibt , war es Gallagher, der eigentlich immer behauptet hatte, er wolle nie Solo-Projekte angehen, nicht möglich seine Hände nach der Trennung von Oasis in den Schoß zu legen. So entstand seine neue Debütplatte “High Flying Birds.” 

Der Titel mit der offensichtlichen Anspielung auf die Band “Byrds” und ihrem Hit “Eight Miles High”, macht deutlich, dass die Ära des trippigen Psychedlic-Rocks als Inspirationsquelle für den Ex-Oasis Sänger noch lange nicht versiegt ist. Gallagher steht immer noch für eine Bewahrung des Spirits der 60er. 

Diese Inspiration ist dem Album deutlich anzumerken. Es klingt so deutlich nach der Ära des Trippens, dass man das Werk schon fast als ein “Remastering” alter Hits ansehen kann. Schon zu alten Oasis-Zeiten hatte Gallagher einen Hang zur Neuauflage von Oldies aus dieser Zeit, die damals meist Platz auf den B-Seiten der Oasis Platten fanden. 

Auf “High Flying Birds” stechen vor allem die Songs “AKA–What a Life”, “DReam On” und “Stop the Clocks” hervor. Die erste Single-Aukopplung “The Death of You and Me” klingt penetrant nach Oasis Nummer-Eins-Hit “The Importance of Being Idle”.

Bei allen Anklängen an glorreiche und vergangene Zeiten des Ruhmes, lässt sich diesem Album eine gewisse Form von Tiefgang nicht absprechen. Gallagher bleibt ein genialer Songwriter, der auch auf seine alten Tage und nach diversen unschönen Streits mit seinem Bruder, noch immer einen hohen künstlerischen Output besitzt. 

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