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Leslie Feist ist zurück und hat ihr neues Album mit dem Namen “Metals” veröffentlicht. Und sie hat es geschafft, dort anzuknüpfen, wo sie aufgehört hat. Mit Musik, die alles und jeden in ihren Bann zieht, mit einer Stimme, die einem ein wohltuendes Gefühl bereitet und man nie wieder vergessen kann. Wer sich aber im Bereich des Indie-Pop nicht auskennt, wird sich wohl fragen, wer Leslie Feist eigentlich ist?
Die kanadische Sängerin, Gitarristin und hervorragende Songwriterin tritt zumeist nur unter dem Namen “Feist” auf und ist keinesfalls neu im Musikgeschäft. Vielmehr ist sie in der kurzlebigen Welt der Musikindustrie ein “altes Häschen”, was wohl ihr nunmehr viertes Studioalbum unter Beweis stellt. Angefangen mit Punk-Rock-Musik, die ihr fast die Stimme kostete, wurde sie schnell ruhiger, sanfter und emotionaler. So richtig bekannt wurde sie mit ihrem Song “1234″, den die Firma Apple in die Werbung des neuen iPod nano integrierte. Danach schnellten die Verkaufzahlen ihrer Musik in die Höhe. Ihr Album “The Reminder” wurde ihr größter Erfolg. Es folgten jede Menge Auftritte bei Festivals, eigene Konzerte und eine vierfache Grammy-Nomminierung. Doch Erfolg im Musikbusiness fordert in der Regel seinen Tribut und so musste auch Feist erkennen, dass der Erfolg auch Schattenseiten hat.
Nach einer zweijährigen Pause und vier Jahre nach “The Reminder” ist die mit “Metals” wieder da und beweist damit, dass eine Auszeit nicht schadet, im Gegenteil sogar manchmal der einzig richtige Weg ist. Die neuen Songs sind so emotional, sanft und so gefühlvoll gesungen, dass man die Welt um sich herum vergessen kann. Sie lässt einem alles in Zeitlupe wahrzunehmen und bringt einem weg von der harten Realität. Ob das gewollt ist, kann man nicht sagen. Sie ist nun mal so, wie sie ist. Ihr Musik kommt aus dem Bauch heraus, sie singt, wie sie fühlt. Auch wenn Kritiker die neuen Songs als zu schwer, zu melancholisch bezeichnen, bleibt es doch sehr authentisch und man nimmt ihr jeden ihrer Songs als ihr eigenes Gefühl ab, das sie versucht, mit allen anderen zu teilen. Eine Art emotionale Offenbarung, die zugleich sehr intim wirkt.